Aktuelle Fallbeispiele

Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind keine primäre osteopathische Behandlungsindikation. Zuerst einmal gehören Patienten in eine ausführliche schulmedizinische Abklärung mit Belastungs- und Langzeit-EKG, herzrelevantes Labor, Herzultraschall etc.! Danach, sollten schulmedizinische Untersuchungen und Behandlungen keine Linderung gebracht haben, kann eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein.

Meine Patientin (38) hatte diese Abklärung und eine schulmedizinische Therapie hinter sich und trotzdem noch deutliche Beschwerden.

5 Monate vor ihrem Besuch bei mir hatten ihre Beschwerden plötzlich und ohne erkennbare Ursache begonnen, einzig einen Sturz beim Skifahren sah sie in engerem zeitlichen Zusammenhang, da seitdem auch die Beweglichkeit im oberen Rücken deutlich eingeschränkt war.

Dadurch, dass sie in intensiver schulmedizinischer Betreuung war, nahm ich ihre Behandlung an. In meinem Befund waren 4-5 Blockaden in der oberen Brustwirbelsäule besonders auffällig. Diese Bereiche stehen in direktem Zusammenhang mit dem Herzen, da aus diesem Wirbelsäulenabschnitt die Nerven entspringen, die das Herz „steuern“.

Bei dem vorliegenden Befund in Kombination mit dem Sturz lag für mich dieser Zusammenhang nahe,so dass ich in der Behandlung diese Gelenksstörungen auflöste und das umliegende Fasziengewebe noch ausführlich mitbehandelte, ebenso den Rippenbogen und das Zwerchfell löste und auch die Halsfaszien lockerte und dehnte.

Auffällig war auch ein deutlicher Beckenschiefstand mit einer daraus resultierenden Beinlängendifferenz, den ich auch ausglich, bei dem ich aber nachträglich nicht mehr sagen oder feststellen kann/konnte, ob dieser die Blockierugen und Beschwerden mitverursacht hat, oder ob er durch den Sturz entstanden ist.